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1894-2010. 116 Jahre Tanzgeschichte der TANZSCHULE FROMM in Basel. Die folgenden Ausführungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wir wünschen Ihnen beim Durchblättern unserer „Chronik“ viel Spass. Der Gründer der Schule war der junge August Fromm, der mit achtzehn Jahren aus Honau bei Kehl (in der Nähe von Strassburg) in die Schweiz gekommen war, in der Absicht, sich unter der Leitung des seit 1886 am Zürcher Konservatorium wirkenden Musikdirektors Lothar Kempter dem Gesangsstudium zu widmen. Ein Halsleiden zwang ihn indessen, einen anderen Beruf zu ergreifen, und so wurde er Tanzlehrer. |
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| 1894 | Nach gründlicher Ausbildung in Wien, Hamburg, Berlin, Leipzig und München liess sich August Fromm 1894 in Basel nieder und eröffnete im gleichen Jahr an der Aeschenvorstadt eine eigene Tanzschule, die sich bald regen Zuspruchs erfreute. Und was wurde damals getanzt? Die „alten Tänze“ wie Branle, Courante, Gavotte, Menuett, Allemande, Gigue, Contres, Ecossaises etc. verloren immer mehr an Bedeutung und wurden abgelöst von neueren Tänzen. Die bekanntesten sind Mazurka, Polka, Galopp, Polonaise und natürlich der Tanz, der praktisch im ganzen 19. Jahrhundert dominierte: der Walzer. |
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| 1899 | Die Tanzschule Fromm wird in den historischen „Rosshof“ am Nadelberg verlegt. Doch erwiesen sich auch dort die Räume bald als zu klein, so dass grössere Kurse im Café Spitz abgehalten wurden, dessen Saal mit dem berühmten federnden Boden ausgestattet war. | ||||||
| 1919 | Der Umzug ins Haus zum „Grauen Bären“ an der Freien Strasse 34 erfolgte. Die „Zunftstube“ der E.E.Zunft zu Hausgenossen ist bis heute der beliebte Treffpunkt der Tanzfreudigen geblieben. Anfangs des 20. Jahrhunderts kamen Tänze über den grossen Teich zu uns: z.B. der von den schwarzen Tänzern in Amerika geliebte Cakewalk, bei dem man sich höchstens mit den Fingerspitzen berührte. Der Twostep war damals aktuell und der Boston, aus dem sich der langsame Walzer entwickelte. Ein einfacher Marschtanz der damaligen Zeit, der Onestep, der zu schneller Ragtime-Musik getanzt wurde, erwies sich als Vorläufer des langsamen Foxtrott (Slowfox) und daraus wurde | ||||||
| 1924 | ein schnellerer Tanz: der Quickstep (zu deutsch: Foxtrott). Was wurde sonst noch anfangs dieses Jahrhunderts getanzt? Natürlich der Tango. Ab 1907 gab es bereits die ersten Tangoturniere in Frankreich. Und wer erinnert sich nicht an die goldenen Zwanziger Jahre mit dem legendären Charleston? | ||||||
| 1929 | 1929 Gustav Fromm entschloss sich zur Freude des Vaters dazu, aus seiner kaufmännischen Tätigkeit zum Tanzunterricht hinüberzuwechseln und als aktiver Mitarbeiter in das Tanzinstitut einzutreten. In den ersten Tanzschulen von Wiesbaden, Berlin, London, Paris und Brüssel hatte er eine umfassende Ausbildung genossen und Tanzlehrerdiplome in Deutschland, Frankreich, England und der Schweiz erworben. Die Tanzkurse fanden nun nicht mehr nur in Basel statt, sondern auch in den benachbarten Regionen. Im Baselbiet, im Wiesental und bis nach Säckingen. Zusammen mit seiner Schwester Erika holte sich Gustav Fromm an vielen nationalen und internationalen Turnieren des In- und Auslands manche ehrenvolle Meistertrophäe, und gerne begegnete man dem ebenso eleganten wie sympathischen Tanzpaar auch an den bekanntesten Sommer- und Winterkurorten der Schweiz. | ||||||
| 1938 | Gustav Fromm war nun bestens vorbereitet, die Tanzschule zu übernehmen, die der an einem Herzleiden erkrankte Vater in seine Hände legte, in der Gewissheit, dass er sie zusammen mit seiner Schwester in seinem Sinn und Geist weiterführen würde. In seiner Gattin Dora, geb. Fröhlich fand Gustav Fromm bis zur Geburt ihrer Kinder eine wertvolle Hilfe im Unterricht. Dann löste sie eine Assistentin ab. Bald war die dritte Generation bereit, den schönen Tanzlehrerberuf aufzunehmen und die Schule weiterzuführen. Die Tänze, die nach dem 1. Weltkrieg aufkamen, waren ausser Charleston der Shimmy, der Jazz und der Blues. Maxixe, ein Vorläufer des Samba, konnte sich aber in Europa nicht durchsetzen. Auch dem Samba gelang der Durchbruch erst viel später (um 1948/49). 1930-1939 Swing, Rumba, Lambeth Walk, Jitterbug, Jive, Calypso und Rock’n’Roll erscheinen auf den Tanzflächen | ||||||
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